Die Handballer des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen hielten im vorletzten Vorbereitungsspiel auf die kommende Saison 26/27 über 45 Minuten auf Augenhöhe mit dem Oberligisten des TuS Schutterwald mit, ehe die Mannschaft dann in den letzten 15 Minuten die nötige Konsequenz und Kraft vermissen ließ. Dennoch machte die Leistung der Freiburger Handballer Lust auf die kommenden Spiele in der Verbandsliga. Dankenswerterweise stellte der TuS der Alemannia ihre Halle zur Verfügung, um vor dem anstehenden Spiel noch eine taktische Trainingseinheit durchzuführen, welche gut genutzt werden konnte. Auch mit etwas müden Beinen galt es dann, nochmals alle Kräfte für das direkt im Anschluss an das Training stattfindende Testspiel zu mobilisieren. Glücklicherweise trat die Alemannia mit einem zahlenmäßig großen Kader an. Nur Mittelmann Sinan Kantar fehlte aufgrund der Arbeit, und Rückraumakteur Marius Schneider verletzte sich kurz vorher während der Trainingseinheit unglücklich, sodass er danach leider nicht mehr mitwirken konnte. Eine weitere Ausnahme bildete die Torhüterposition. Arne Palder und Fabio Remensperger fehlten aus unterschiedlichen Gründen. Die beiden Zähringer Stammtorhüter wurden durch Rückkehrer und Herren-2-Torwart David Isenmann sowie dem B-Jugend-Talent Silas Weber ersetzt.
Beide Teams überzeugten von Beginn an durch eine hohe Angriffseffektivität. Die Alemannia zog den körperlich robusten TuS-Mittelblock durch lange Kreuzungen und ein schnelles Passspiel immer wieder auseinander und generierte dadurch große Lücken, die in der ersten Halbzeit durch erfolgreiche Torversuche genutzt werden konnten. Probleme offenbarten sich jedoch im Rückzugsverhalten. Während die Heimmannschaft den Ball sehr zügig hinten rausspielte, stimmte immer wieder die Zähringer Zuordnung nicht, sodass der TuS recht einfach zu schnellen, freien Torchancen vom Kreis aus kam. Die Alemannia stabilisierte sich dahingehend jedoch noch während der ersten Hälfte und hielt das Spiel in der Offensive weiter offen, sodass beide Teams mit einem leistungsgerechten 15:15 in die Kabinen gingen.
Der TSV reizte die zahlreichen Wechselmöglichkeiten großzügig aus, sodass alle Spieler zu ihren Pausen kamen und in verschiedenen Konstellationen auf dem Spielfeld standen. Einen sehr guten Eindruck hinterließ der vielseitig einsetzbare Neuzugang Julian aus dem Bayernland, der mit spritzigen Antritten und einem sehr reifen Entscheidungsverhalten das Zähringer Offensivspiel belebte. Bis zur 45. Minute beim Stand von 24:24 blieb das Spiel weiter offen, danach machte sich jedoch die Belastung bei den Zähringer Akteuren bemerkbar. In der Defensive offenbarten sich größer klaffende Lücken und im Angriff ging die Durchschlagskraft deutlich zurück. Der TuS hatte den längeren Atem und zeigte die höhere Konzentration, weswegen der Gastgeber verdient mit 35:28 als Sieger vom Platz ging.
Diese Schwächephase gegen Ende des Spiels gilt es definitiv aufzuarbeiten, dennoch konnte der TSV viel Positives aus dem vorletzten Testspiel der Vorbereitung gewinnen und auch mit dieser Leistung – ausgenommen der letzten 10 Minuten – zufrieden sein. Der nächste und letzte Test steht dann am 12.09 beim Oberligisten TV Knielingen in der Nähe von Karlsruhe an, bevor es am 20.09 mit dem ersten Saisonspiel gegen den TV Sandweiher 2 losgeht.




