Herren I: Auch drei Länder sind nicht genug für die Alemannia


Eine geschlossene Mannschaftsleistung bringt die Alemannia einen Schritt weiter auf dem Kurs in Richtung Meisterschaft. Die angenommene schwere Auswärtshürde bei der HSG Dreiland erwies sich nur in Halbzeit 1 als solche, bevor der TSV in Halbzeit 2 seine Dominanz vollständig zeigen konnte.


Der Start ins Spiel gelang der Freiburger Sieben von Coach Max Wachter eindrucksvoll. Mael Boukhari zündete gleich zweimal den Turbo und brachte seine Farben in Front, ehe Erik Frisch den dritten Treffer zum 0:3 in der 3. Spielminute nachlegte. Auch Fabio Remensperger im Zähringer Tor erwischte einen sauberen Start und war gleich zweimal gegen die Schützen der HSG Dreiland zur Stelle. Die Alemannia konnte diesen fulminanten Einstand ins Spiel noch zum 2:5 erhöhen, ehe sich eine unerklärliche Schwächephase auf Seiten der Zähringer einstellte. Das Blatt wendete sich komplett, die HSG nutzte klaffende Lücken in der Freiburger Abwehr für freie Anspiele an den Kreis und vorne verwarf man kläglich klare Torchancen. All das führte innerhalb von 10 Minuten vom 2:5 zum 7:6 für das Heimteam, sodass das Time-Out der Zähringer nach der Anfangsviertelstunde unausweichlich war. Dieses wirkte, die Abwehr sortierte sich und langsam, aber sicher zog die Alemannia wieder davon. Eine starke Phase fünf Minuten vor Ende der ersten Hälfte, die mit einem 4:0-Lauf belohnt wurde, sorgte für die etwas komfortablere 13:17-Halbzeitführung für den TSV.
Die Vorgabe für den zweiten Abschnitt war klar: auf keinen Fall wollte man die herausgespielte Führung wieder herschenken und das Spiel dadurch länger offenhalten, sondern den Sack früh möglichst zumachen.


Und genauso präsentierte sich das Spitzenteam aus Freiburg in der zweiten Hälfte dann auch. Uchenna Obi und Georg Blank, der in der zweiten Hälfte insgesamt ein überragendes Spiel in der Deckung sowie als Dreh- und Angelpunkt der Offensive zeigte, erzielten zwei schnelle Treffer zum 13:19. Die Abwehr begann deutlich aggressiver zu agieren und den Dreiländer Rückraum zu zermürben, wodurch sich die Fehler auf Seiten der Heimmannschaft häuften und die Alemannia mehr und mehr zu Gegenstößen eingeladen wurde. Schlaue Spielzüge und erfolgreich gestaltete 1:1-Duelle brachten das Heimteam in Bedrängnis, sodass viele Strafzeiten herausgeholt werden konnten und der TSV über weite Strecken der zweiten Hälfte in Überzahl agierte. Die sich dadurch aufgetanen Lücken nutzten die Zähringer souverän für einfache Tore. So wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut und fand seinen Höhepunkt beim 17:28 in der 43. Minute nach einem Treffer von Chris Künzel, der sich nach einer Torflaute im ersten Durchgang beispiellos aus dem kurzen Tief herausgearbeitet hatte und mit 6 Treffern in der zweiten Hälfte zum Toptorschützen des Spiels avancierte. Im Anschluss plätscherte das Spiel nur so dem Ende entgegen, die HSG Dreiland konnte durch eine offensive Abwehr und Nachlässigkeiten der Zähringer noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und zumindest zum 27:33-Endstand verkürzen. Unterm Strich zeigten die Zähringer dennoch eine souveräne Leistung, inklusive Steigerung in der zweiten Halbzeit, mit der man insgesamt zufrieden sein kann.


Bestreitet das Team die weiteren Spiele genauso konzentriert, könnte schon in drei Wochen zuhause in der Jahnhalle gegen den DJK Singen die Meisterschaft und damit der sichere Aufstieg in die Verbandsliga gefeiert werden. Bis dahin müssen mit der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen (heim) und dem TV Pfullendorf (auswärts) allerdings erst noch die anderen beiden Bodensee-Teams besiegt werden. Insbesondere die HSG hatte den Zähringern im Hinspiel das Leben schwergemacht. Am kommenden Samstag, den 22.03. (20 Uhr, Jahnhalle) bietet sich nun die Möglichkeit, das Rückspiel vor heimischem Publikum klarer zu gestalten und die nächsten beiden Punkte einzufahren.